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Indikationen
Typische Anwendungsgebiete sind: degenerative Gelenkerkrankungen, Schmerztherapie, Knochenbruchheilung, Sportverletzungen und Hauterkrankungen. HIT kann entweder stand-alone oder als zusätzliche Diagnose- und Therapieoption eingesetzt werden.
Kontraindikationen sind Herzschrittmacher oder sonstige empfindliche, elektronische Implantate, metallische Implantate, Epilepsie, Zustand nach Organtransplantation und Immunsuppression, schwere Herzrhythmusstörungen, akute schwere Infektionen.
Technische Wirkungsweise
Die einzigartige Wirkung vonHochenergetische Impulstherapie HIT basiert auf einem hochenergetischen pulsierenden Magnetfeld, das innerhalb von Nanosekunden aufgebaut wird und dann schnell abklingt. Hierfür wird von einem Hochspannungsgenerator eine Spannung zwischen 15 - 30 kV aufgebaut, die blitzartig entladen wird. Die Energie wird auf eine speziell entwickelte dreifach getwistete Behandlungsschlaufe übertragen, die ein intensives Magnetfeld erzeugt. Die Intensität des Magnetfeldes übersteigt das Erdmagnetfeld (ca. 40 Mikro-Tesla) um etwa das 1000-fache (40 76 Milli-Tesla) und ist dadurch in der Lage, Zellmembranen zu durchdringen und in der Zelle therapeutisch wirksam zu werden. Die Wirkung dieses Magnetfeldes wird von vielen Patienten während der Anwendung wahrgenommen.
Die einzelnen Pulse werden mit einer niedrigen Applikationsfrequenz von 1 bis 3 Hertz auf den Körper übertragen. Durch die äußerst kurze Dauer der einzelnen Pulse findet keine Temperaturerhöhung des Gewebes statt. Das Magnetfeld dringt bis zu 18 cm tief in das Gewebe ein, so dass auch tieferliegende Gewebeschichten erreicht werden. Die Parameter „magnetische Flussdichte (Intensität)“, „Applikationsfrequenz“ und „Anwendungsdauer“ können über separate Regler eingestellt werden. Somit ist eine Anpassung an individuelle Patientenbedürfnisse möglich.
Die Zell-Therapie
HIT induziert auf Zellebene komplexe Reaktionen, die die Normalisierung des Membranpotenzials fördern. Zellen bauen an ihren Membranen ein elektrisches Potenzial auf, das für die Funktionalität der Zellen (Stoffwechsel, Kommunikation untereinander etc.) entscheidend ist. Eine erkrankte Zelle ist nicht mehr in der Lage, dieses Potenzial aufrechtzuerhalten. Das elektrische Potenzial sinkt und somit auch die Fähigkeit der Zelle, alle für eine normale Funktion wichtigen Prozesse auszuführen. HIT induziert elektrische Spannungen in die Zelle, die normalisierend auf das Membranpotenzial wirken. Die von der Zellmembran aufgebaute Spannung ist bezogen auf die Dicke der Zellmembran mit 50mV bis 100mV (je nach betrachteter Ionenart) außerordentlich hoch. Um auf diese Spannung regulierend einwirken zu können, muss ein induzierendes Magnetfeld über eine ausreichend hohe Energie verfügen. HIT wurde speziell so konzipiert und entwickelt, dass das Gerät die notwendige Energie generieren und effektiv auf die Zellen übertragen kann, ohne gesunden Zellen zu schaden. Hierbei wirkt HIT auf eine Vielzahl unterschiedlicher Zellen.
HIT unterstützt Heilungsprozesse, erhöht den Sauerstoffpartialdruck im Gewebe und verbessert den Stofftransport und die Stoffaufnahme im Gewebe. Durch die TheraCell®100 Therapie werden die Zellfunktionen normalisiert und die Krankheitsbeschwerden lassen nach.
Die Behandlung mit HIT
kann berührungslos erfolgen, der Patient muss seine Kleidung nicht ablegen. Zur Lokalisierung der Schmerzquelle führt der Therapeut vor der Behandlung ein Screening mit HIT durch.
Für das Screening wird die Intensität auf 100 % und die Frequenz auf 2,5 Hz eingestellt. Die Behandlungsdauer kann auf einen beliebigen Wert zwischen fünf und zehn Minuten eingestellt werden. Sodann führt der Therapeut die Behandlungsschlaufe langsam über den Körper des Patienten, wobei er am Schulterbereich beginnt und an den Füßen endet. Erreicht die Schlaufe Regionen mit Schmerzquellen, verspürt der Patient in der Regel ein pochendes, ziehendes Gefühl.
Lokalisation von Schmerzquellen mit HIT.
Die Behandlungsschlaufe wird langsam über den Körper des Patienten geführt. Bei Schmerzquellen nimmt der Patient die Wirkung des Magnetfeldes deutlich wahr.
In diesem Bereich wird dann die eigentliche Behandlung vorgenommen. Man beginnt zunächst mit einer niedrigen Einstellung und erhöht die Intensität des Magnetfeldes langsam, bis die Wirkung des Magnetfeldes von dem Patienten schwach wahrgenommen wird. Keinesfalls sollte die Behandlung unangenehm oder schmerzhaft sein. Die Behandlungsdauer eines Bereichs dauert zwischen fünf und zwanzig Minuten. Bei Bedarf kann die Behandlung wiederholt werden.
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